Respekt

…wers selber macht…klingt mir ein bekannter Werbespruch im Ohr. Ja in der Tat, es gehört auch denen Respekt gezollt, die es selbst in die Hand nehmen und etwas erschaffen.

Aber auch denen, die ihren Mitmenschen Respekt entgegenbringen, indem sie sich korrekt verhalten. Obwohl es schwerfällt und sicher nicht der „Easy way of Life“ ist. Darüber möchte ich heute meine Worte verlieren. Es beschäftigt mich einfach, ist gerade Teil meines Lebens. Ich bewundere immer, wenn Menschen sich für etwas einsetzen, bin selbst oft getrieben davon, das „richtige“ zu tun und Gutes in die Welt zu streuen. Und manchmal ist es eben leider nicht mehr als „streuen“, weil man halt nicht die Welt auf einen Schlag verbessern und alles gut machen kann. Aber man kann seinen Teil dazu beitragen, kampfeslustig gar im Wind stehen. Was es bringt? Vermutlich weniger, als man selbst erkennen kann und möchte. Trotzdem ist es wichtig, für Dinge einzustehen.

In diesen Tagen musste ich trotz allem wieder klar sehen, was eigentlich wichtig ist. Und das ist weniger das Einstehen für etwas, als das „Format zeigen“. Ich bin schwer beeindruckt von einem Menschen, der meinen persönlichen Respekt verdient, der sich trotz der Ungerechtigkeiten fair verhält und jedem seiner Mitmenschen seine Integrität lässt. Und selbst mit seinem Verhalten die Würde bewahrt und nicht den leichtesten Ausweg sucht. Oh wei, ich sage es ja nur ungern, aber solche Menschen finden sich immer weniger dieser Tage. Aber mit diesen wenigen Menschen kann ich für mich sagen, teile ich einen Wertehorizont. Good job!

Ich bin sehr froh, dass ich im Leben immer wieder das Glück habe, Menschen wie diese kennenzulernen.

Und da ich nicht so richtig weiß, wie ich rhetorisch nach diesem emotionialen Aderlass die Kurve kriegen soll…schreibe ich genau das, liebe…lieber…Lesende*…ich vollziehe nun den akuten Textbruch…sei gewarnt und verzeih.

Dieser Hoodie ist heute mit dem Tochterkind auf Reise gegangen. Er ist für die liebe Cousine, die uns unermüdlich versorgt mit aktuellen Klamotten fürs Tochterkind, sobald sie herausgewachsen ist. Damit auch ein Dank zurückkommt, habe ich hier und da mal mutig ein Nähexperiment gewagt. Da es sich bei diesem Hoodie um ein Restewerk handelt, habe ich zu Weihnachten mit Kalinkas Cousine intensiv über meinen Stoffvorräten Rat gehalten…to be continued…..

Liebe Grüße

Anne

Schnitt: mal kein Stoffmixpulli, Ottobre 06/2018, Gray Uniform in Gr. 140
Stoffe: Wintersweats angerauht aus meiner Restekiste, was für ein Gestückel
Bündchen: Buttinette

2 Comments

  1. Christina

    Toll!
    Der Hoodie gefällt mir total gut!
    Gut gestückelt!!
    Und zum Aderlass: Ja, für eigene Werte einzustehen und sie anderen gegenüber zu vertreten ist anstrengend und „lohnt“ sich objektiv betrachtet vielleicht nicht, fürs eigene Seelenheil aber immer!
    Grüße

    1. priwjet

      Liebe Christina,

      danke für deine netten Worte. Nun ist der Stoff auch restlos aufgebraucht.
      Liebe Grüße
      Anne

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